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Bebenburger e.V. Historischer Verein
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Bebenburg

Besonderes Augenmerk ist die Bebenburg in Bemberg (Rot am See), im Jahre 1140 erbaut. Die Zugänglichkeit wurde verbessert und als beliebtes Ausflugsziel für alle Generationen erreichbar gemacht.

 

Rohrturm

Der Rohrturm in Musdorf (Rot am See), im Jahre 1435 erbaut. Er ist glücklicherweise im Juni 2014 in den Besitz des Vereins durch Kauf übergegangen. Zum Erhalt des Bauwerks mit seinen historischen Wappen rufen wir Sie dringend auf uns zu unterstützen. Durch Geldspenden oder einer Mitgliedschaft helfen sie mit das Kulturdenkmal zu erhalten.

 

Was vom Turm noch übrig geblieben ist

Horst Herzig (rechts) und Dieter Hohenstein Horst Herzig (rechts) und Dieter Hohenstein (Foto: Tobias Haase)

Der sanierte Rohrturm bei Musdorf wird am Tag des offenen Denkmals eingeweiht. Das Gebäude markierte einst die Grenze der Landhege.


Was einmal ein Turm war, schaut heute eher aus wie ein kleines Bauernhaus. Der Rohrturm bei Musdorf in seiner ursprünglichen Form existiert nicht mehr. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er von Panzern zerstört und stürzte 1946 ein. Vom Historischen Verein „Bebenburger“ gekauft und saniert, soll er in Zukunft als kleines Museum für die Geschichte des Turmes, der Rothenburger Landhege sowie der Muswiese dienen.

Rohrturm-Marktzoll-Fest

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen in Deutschland die Denkmäler. Der Verein nutzt diesen Tag, um am 9. September um 11 Uhr am vierten Rohrturm-Marktzoll-Fest den sanierten Turm offiziell einzuweihen. Ein Programmpunkt wird das Aufstellen eines Fahnenmasts sein, der die Höhe des ehemaligen Gebäudes veranschaulichen soll. Anschließend wird eine Fahne gehisst. Der Vereinsvorsitzende Horst Herzig kündigt an: „Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt. Das ist eine tolle Möglichkeit, den Turm kennenzulernen, weil er sonst nur auf Anfrage geöffnet wird.“

Architektin Bärbel Mittnacht Architektin Bärbel Mittnacht

Unterstützung beim Projekt

Mit einer Förderung durch das LEADER-Programm der Europäischen Union und durch Spendengelder konnte der Rohrturm saniert werden. Trotzdem ist der Verein auf Mitgliedschaften und Spenden angewiesen. Informationen rund um den Rohrturm und den Bebenburger- Verein gibt es online und in den zahlreichen Vereinsmagazinen, die in etlichen Gaststätten und Läden in Rot am See erworben werden können. Das Motto des Vereins lautet: „Nur wer die Vergangenheit kennt und die Gegenwart begreift, wird die Zukunft meistern.“

 

Neben einem Bericht der Architektin Bärbel Mittnacht und der Übergabe der Leader-Plakette steht auch eine historische Feuerwehrübung auf dem Programm. Außerdem wird es Kaffee und Kuchen geben. Begleitet wird die Veranstaltung vom Musikverein Rot am See.

Falsche Erwartungen

„Der Name Rohrturm kommt vom benachbarten Rohrbachwald“, sagt Vereinsvorsitzender Horst Herzig. Ein Aufbau sei aufgrund der veralteten Bausubstanz nicht mehr möglich gewesen, erklärt er. Das sei durchaus problematisch, denn fast jeder Besucher erwarte entweder einen typisch runden oder hohen Turm. „Wenn man die Jugendlichen in Rot am See fragt, wissen viele von ihnen nicht, wo sich die Bebenburg und der Rohrturm befinden“, sagt Herzig. Er und Dieter Hohenstein würden sich auch über jüngere Besucher sehr freuen. Rund zwei Drittel der Gemeinde Rot am See liegen noch innerhalb des Gebietes der ehemaligen Rothenburger Landhege, das sei etwas ganz Besonderes.

Der alte Turm Der alte Turm
Der neue Turm Der neue Turm
Rohrturm mit dem ehemaligen Gebäude Rohrturm mit dem ehemaligen Gebäude

(Quelle: Hohenloher Tagblatt)

Wahrzeichen für die Landwehr

Erhaltener Schweinestall im Rohrturm Erhaltener Schweinestall im Rohrturm (Foto: Harald Zigan)

Der 583 Jahre alte Rohrturm bildet nach der Sanierung wieder eine Landmarke. Der Denkmal-Tag stößt auch in anderen Kommunen auf großes Resonanz.

 

Gestandene Mannsbilder aus der Landwehr, die den am Kriegsende im April 1945 bis auf die Grundmauern zerstörten Rohrturm bei Musdorf aus dem Jahr 1435 noch in voller Größe und Pracht kannten, hatten gestern schier Tränen in den Augen: Der westlichste Vorposten des mittelalterlichen Stadtstaates Rothenburg, der sein Territorium mit einer „Landhege“ genannten Wall-und-Graben-Anlage vor Feinden schützte, bildet nach der Sanierung und mitsamt einem Fahnenmasten in der Original-Höhe des einstigen Turmes (zwölf Meter) wieder eine weithin sichtbare Landmarke.

Dem erst vor fünf Jahren gegründeten Historischen Verein „Bebenburger“ aus Rot am See und seinen 180 Mitgliedern ist es zu verdanken, dass die einstige, über viele Jahre hinweg als Schweinestall genutzte Zollstation mit ihrem Wachturm wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist und jetzt viele Exponate zur Geschichte des Turmes, zur Landhege und später auch zur Muswiese nahebei birgt.

 

Der Traum, den steinernen Zeugen aus dem Mittelalter wieder in voller Größe aufzubauen, ging zwar nicht in Erfüllung, weil das Landesdenkmalamt den Rest des Turms über 70 Jahre nach dem Krieg inklusive den Schweinekoben schon wieder als neues Denkmal einstufte und auch die Statik ein Problem gewesen wäre. Damit konnte der „Bebenburger“-Vorsitzende Horst Herzig leben. Auch der Papierkrieg um Zuschüsse schreckte den Steinmetzmeister, von dem auch eine Stele vor dem Turm stammt, nicht ab.

Viel Arbeit in Projekt gesteckt

Und so wurde die Sanierung des überaus maroden Mauerwerkes mitsamt einem neuen Dachstuhl zum Kostenpunkt von insgesamt rund 130.000 Euro mit Zuschüssen aus dem Leader-Programm (30.000 Euro), der Denkmalstiftung des Landes (20.000 Euro) und der Gemeinde (5000 Euro) finanziert – nicht zu vergessen die Beiträge der Mitglieder, viele Spenden und die Eigenleistung der „Bebenburger“, vor der auch Architektin Bärbel Mittnacht vom Büro Kraft & Kraft aus Hall den Hut zog.

 

Das ausdauernde Engagement der „Bebenburger“ würdigten auch Brigitte Ströbel (Vorstandsmitglied des Leader-Vereins Hohenlohe-Tauber), Bürgermeister-Stellvertreterin Susanne Nicklas-Bach und der frühere FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger. Der Musikverein Rot am See unterhielt die vielen Besucher, eine Übung mit einer Feuerwehrspritze von 1879 rundete das Programm ab.

 

(Quelle: Hohenloher Tagblatt)

Einweihung des Rohrturm mit einem großen Fest gefeiert

Verleihung LEADER-Plakette Verleihung LEADER-Plakette

Aus Anlass der Renovierung des Rohrturm feierten wir am Wochenende die Einweihung eines ehemaligen Wachturmes der Landhege. Viel und ausdauerndes Engagement war von allen Beteiligten des Historischen Verein erforderlich. Daher auch allen Grund mal Danke zu sagen, an die, die uns immer unterstützt haben. Herzlichen Dank an unsere Gäste und den Festrednern Frau Brigitte Ströbel , Vorstandsmitglied des LEADER-Verein Hohenlohe-Tauber und Vertretung dessen Vorsitzenden Herrn Limbacher, die auch zusammen mit Herrn Thomas Schultes vom LEADER Regionalmanagement die LEADER- Plakette an unseren Vorsitzenden Herrn Horst Herzig übergab. Weiterer Dank an die Bürgermeister-Stellvertreterin Frau Susanne Nicklas-Bach und dem früheren FDP-Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Friedrich Bullinger für ihre ausführlichen Reden zu diesem Projekt. Frau Bärbel Mittnacht vom Architektur-Büro Kraft & Kraft hatte einen Werdegang über die gesamten Zeiten von der Antragstellung an die verschiedenen Ämter bis zur jetzigen Fertigstellung Revue passieren lassen und gab einen kleinen Einblick über die ehemalige Bausubstanz, über diverse Besprechungen mit Handwerkern und Ämtern so dass wir auf diesen heutigen Stand gekommen sind.

 

Wir möchten Frau Bärbel Mittnacht für ihr Wissen und ihrer Unterstützung ganz besonderen Dank aussprechen. Danke sagen möchten wir auch dem Musikverein Rot am See für Ihre musikalische Umrahmung und der historischen Feuerwehr-Abteilung für ihren Löschangriff mit der alten Landspritze aus dem Jahre 1897. Danke auch an alle Handwerksbetrieben, dem Architekturbüro Kraft & Kraft, Reinhardt Holzbau, Wiedmann-Bau, Herzig Steinatelier, Baustatik Keitel, Gaukel Gerüstbau, Reiss Stukkateur, Schneider St Sohn und Schüttler Elektro. Wir möchten uns auch beim Landesdenkmalamt, der Denkmalstíftung, der LEADER Regionalentwicklung, der Gemeinde Rot am See, der Stadt Rothenburg, der Landkreis Stiftung, der Sparkassenstiftung, Herrn Rolf Wankmüller, der Raiffeisenbank, der VR Bank Rothenburg, der VB Hohenlohe für Ihre finanziellen Zuwendungen, Herrn Ehmer und Frau Herrmann von der unteren Denkmalschutzbehörde für Ihre positiven Einwirkungen bedanken. Weiter möchten wir natürlich unseren zahlreichen Sponsoren und Spendern und unseren Mitgliedern danken, die uns finanziell oder mit Eigenleistungen unterstützt haben. Nicht zu vergessen, unsere vielen Gäste, die mit uns dieses Fest gefeiert haben.

 

Ihnen allen gebührt ein herzliches VERGELT`S GOTT!

 

Richtfest am Rohrturm

Richtfest am Rohrturm 1 Richtfest am Rohrturm

Richtfest

Die Bebenburger feierten zusammen mit Mitgliedern, Freunden, Gönnern und Sponsoren das Richtfest am Rohrturm. Der neue Dachstuhl wurde von Zimmermeister Friedrich Reinhardt und Zimmermeister Otto Uhl geweiht.

 

Nachdem die Zimmerleute zur Einleitung ihr traditionelles Richtfestklopfen zelebrierten, hat Otto Uhl, ein gebürtiger Musdorfer, den Richtspruch verlesen und sein erstes Gläschen Wein den Bebenburgern gewidmet.

 

Es soll ihnen Glück und Frieden wünschen und lange Freude bringen, sowie Gesundheit und Genuss von allem was man haben muss. Sein zweites Gläschen widmete er den Gästen und wer noch dabei sich vor dem Rohrturm eingefunden um ihre Freude zu bekunden.

 

 

Richtfest am Rohrturm 2 Richtfestklopfen

Richtfestklopfen

Er wünschte auf allen Wegen für alle Zeit des Himmels Segen. Der Spruch war aus, das Gläschen leer, er warf das Glas nun auf den Boden, du Glas zersplittere im Grund, geweiht sei dieser Bau zur Stund.

 

Viele Besucher haben sich über die Bauentwicklung des Rohrturms interessiert, wobei vielen inzwischen auch klar wurde wieso es solange gedauert hat bis sich nun endlich etwas tat, mit langen und guten Gesprächen wurde dieses Fest bis in die Abendstunden gefeiert.

Der alte Rohrturm ist es wert

30.000€ aus europäischer Förderung "Leader" Bescherung über 30.000€ aus dem europäischen Fördertopf "Leader" (Foto: Hartmut Volk)

Quasi ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk enthielt der Brief, den Vereinsvorsitzender    Horst Herzig kürzlich aus der Landeshauptstadt Stuttgart bekam. Das Regierungspräsidium erteilte darin die Zusage von satten 30 000 Euro aus dem europäischen  Fördertopf „Leader“ für das aktuelle Sanierungsprojekt der ehrenamtlich tätigen Geschichtsfreunde aus Rot am See: Seit gut zwei Jahren engagieren sie sich für die Erhaltung und Restaurierung des Rohrturmes bei Musdorf.

Von dem 1435 erbauten Landturm auf der Rothenburger Landhege existiert seit April 1945 allerdings nur noch ein maroder Stumpf, der von der letzten Besitzerfamilie Heberlein mit einem Dach versehen und als Schweinestall genutzt wurde.

Die ursprüngliche Idee, die auch heute noch als Wunsch in den Köpfen vor allem mancher Landwehrbewohner herumspukt, nämlich den Turm wieder gänzlich aufzubauen und in den Zustand vor 1945 zu versetzen, wurde vom Landesdenkmalamt abgelehnt. Schließlich sei die Nutzung des Turmstumpfes als Stallgebäude über eine Zeit von 70 Jahren auch eine historische Epoche in der Geschichte des Kulturdenkmals. Deshalb soll auch einer der Schweinekoben in dem rund 25 Quadratmeter umfassenden Innenraum erhalten bleiben, in dem die „Bebenburger“ ein kleines Museum zur Geschichte des Rohrturms und der Muswiese einrichten wollen.

Nachdem der Verein mit den Zuschüssen vom Landesdenkmal­amt, der Denkmalstiftung Baden-Württemberg und der Gemeinde Rot am See sowie vielen privaten Spenden schon knapp die Hälfte der auf 130 000 Euro veranschlagten Sanierungskosten abdecken konnte, ist mit dem Leader-Bewilligungsbescheid nun ein weiterer großer Schritt zur Realisierung des Projektes genommen. Für Bürgermeister Siegfried Gröner war dabei im Vorfeld klar: „Wenn ein Projekt im Gemeindegebiet prädestiniert ist für diese Förderung, dann der Rohrturm.“ Deshalb habe er den „Bebenburgern“ die Antragstellung ans Herz gelegt. Schriftführer Dieter Hohenstein hat sich der damit verbundenen Papierflut angenommen, und  den Antrag bei der Geschäftsstelle des Vereins „Leader Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber“ in Buchenbach eingereicht.

Dort befand ein Ausschuss lokaler Entscheidungsträgern über die Förderwürdigkeit des Projekts. Ausschuss- und Vereins-Vorsitzender Hermann Limbacher ließ es sich nach dem anschließenden erfolgreichen Bewilligungsverfahren durch das Regierungspräsidium nicht nehmen, das Leader-Zertifikat beim Pressetermin mit dem erweiterten Vereinsvorstand der „Bebenburger“ persönlich zu übergeben.

(Quelle: Hohenloher Tagblatt)

Rohrturm

Zuschuss der Denkmalstiftung Herrman Vogler überreicht den Bescheid über den Zuschuss der Denkmalstiftung (Foto: Mathias Bartels)

Zuschuss der Denkmalstiftung

Im September 2015 überbrachte Herman Vogler den Bebenburgern einen Bescheid über einen Zuschuss in Höhe von 20.000€  von der baden-württembergischen Denkmalstiftung. Damit ist bereits fast die Hälfte der benötigten Summe beisammen.

 

Der Vorsitzende Horst Herzig unterschrieb bereits im Beisein des Bürgermeisters Siegfried Gröner anderen Vereins-Mistreitern einen entsprechenden Vertrag. Bis zum Ende 2016 soll das Projekt über die Bühne gebracht sein.

 

Einige Mitglieder der Denkmalstiftung hatten sich im März 2015 inkognito angesehen. Hermann Vogler bestätigte, dass es sich bei dem Rohrturm um einen heimatkundlich interessanten Punkt handelt. Wenngleich es Zweifel gab, ob die Bebenburger das Projekt umsetzen kann. Nachdem das Finanzierungskonzept nochmals überarbeitet wurde, sieht er die Bebenburger auf einem guten Weg. Auch der Bürgermeister Siegfried Gröner steht hinter den Bebenburgern.

Eckstein Rohrturm Horst Herzig mit dem Eckstein für den Rohrturm (Foto: Mathias Bartels)

Überraschung beim ersten Rohrturm-Marktzoll-Fest

Am Morgen des ersten Rohrturm-Marktzoll-Festes bekam der Bebenburger Vorsitzende Horst Herzig die Nachricht, dass das Landesdenkmalamt in Stuttgart eine Summe von 22.000€ genehmigt hatte. Ursprünglich hatten sich die Bebenburger  vorgenommen mit dem Ausschenken von Getränken und Bewirtungen ein paar Euro zu erwirtschaften. Die Summe kam für alle sehr überraschend.

 

Etwa 110.000€ werden für den Erhalt des Rohrturms benötigt, da dessen Bausubstanz sehr marode ist. Seit der Gründung versuchen die Bebenburger selbstverständlich ihren selbst gestellten Aufgaben gerecht zu werden. Sie selbst sind bereit selbst Hand anzulegen.

 

Hinzu kommt die Tatsache, dass Horst Herzig, der selbst ein engagierter Steinmetz ist, neben dem Bescheid des Landesdenkmalamtes auch gleich noch einen Eckstein aus Sandstein mit dem Vereinswappen und einer beschreibenden Inschrift des Rohrturms präsentierte.

 

Auch wenn es nicht sehr viele historisch wertvolle Objekte in Rot am See gibt, müssen sich die Bebenburger nicht vor anderen verstecken. Hierfür haben die Geschichte des Adelsgeschlechts der Bebenburg und vor allem auch die Muswiese gesorgt.

Eigentümer und Bebenburger Vorsitzende Der frühere Eigentümer Helmut Heberlein mit dem Bebenburger Vorsitzendem Horst Herzig (Foto: Harald Zigan)

Kauf des Rohrturms
Zum symbolischen Preis von einem Euro konnte der Kaufvertrag mit Landwirt Helmut Heberlein abgeschlossen werden. Die Bebenburger haben sich das Ziel gesetzt den sogenannten Rohrturm bei Musdorf vor dem Verfall zu schützen.

 

Geschichte des Gebäudes

Der Rohrturm spielte jahrhundertelang eine sehr große Rolle in der Region. Er wurde im Jahr 1435 errichtet und markierte die westlichste Grenze des Stadtstaates Rothenburg ob der Tauber. Das etwa 400 Quadratkilometer große Gebiet wurde ab 1430 mit der "Landhege" geschützt. Die Landhege war ein über 60 Kilometer langes Verteidigungssystem welches aus drei Wällen, zwei Gräben und nahezu undurchdringlichen Hecken in der Mitte bestand. An den Türmen wurden früher Zölle kassiert.

Wappen Rothenburger Wappen der Rothenburger aus dem Jahr 1669 (Foto: Harald Zigan)

Insgesamt exisitierten neun Wachtürme an dieser Grenze, von denen lediglich drei die Zeit bis heute überstanden. Die beiden Türme bei Lichtel (bei der Stadt Creglingen im Main-Tauber-Kreis) und in Großharbach (in der Gemeinde Adelshofen im Landkreis Ansbach) blieben sehr gut erhalten.

 

Der Rohrturm, der sich seit 1860 im Besitz der Familie Heberlein-Uhl befand, erwartete am Kreigsende 1945 leider ein anderes Schicksal. Deutsche Wehrmachtsoldaten verteidigten den Turm, voraufhin er am 18. April von amerikanischen Panzern zum Ziel und daraufhin zusammengeschossen wurde. 

Obergeschoß Rohrturm Aufgang zum oberen Geschoß des Rohrturms (Foto: Mathias Bartels)

Verfall im Jahr 1946
Im Februar 1946 stürtzten zwei der drei bestehenen Geschosse des Fachbauwerks des Rohrturms ein. Übrig blieb lediglich der "Turmstumpf" der danach Schweinen als Stall diente. 

 

Enttäuschung aus Stuttgart
Leider wurde der Traum den Rohrturm wieder in alter Pracht erstrahlen zu lassen, vom Landesdenkmalamt in Stuttgart zunichte gemacht. Die Überreste des Turmes seien alleine bereits historisch. Zudem sei es fragwürdig, dass der "Turmstumpf" das Gewicht zweier weiterer Geschosse tragen könnte. 

 

Ziele für den Rohrturm
Neben dem maroden Mauerwerk soll auch das Dach saniert werden. Zudem soll eine Treppe errichtet werden, welche in den ersten Stock führt. Der Rohrturm soll später ein Museum mit unterschiedlichen Exponaten zur "Landhege" und zur "Muswiese" beherbergen.


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